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Evangelium


(1) Und er sprach: Wer die Interpretation dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.
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(2) Jesus sprach: Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet; und wenn er findet, wird er erschrocken sein; und wenn er erschrocken ist, wird er verwundert sein, und erwird König sein über das All.
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(3) Jesus sprach: Wenn die, die euch führen, euch sagen: Seht, das Königreich ist im Himmel, so werden euch die Vögel des Himmels vorangehen; wenn sie euch sagen: es ist im Meer, sowerden euch die Fische vorangehen. Aber das Königreich ist in eurem Inneren, und es istaußerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennen werdet, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet wissen, dass ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid. Aber wenn ihr euch nicht erkennt, dann werdet ihr in der Armut sein, und ihr seid die Armut.
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(4) Jesus sprach: Der alte Mensch wird nicht zögern in seinem Alter, ein kleines Kind vonsieben Tagen zu befragen über den Ort des Lebens, und er wird leben; denn viele Erste werden die Letzten werden, und sie werden ein einziger werden.
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(5) Jesus sprach: Erkenne das, was vor dir ist, und das, was vor dir verborgen ist, wird dir enthüllt werden; denn es gibt nichts Verborgenes, was nicht offenbar werden wird.
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(6) Seine Jünger fragten ihn und sagten zu ihm: Willst du, dass wir fasten? Und wie sollen wir beten und Almosen geben? Und von welchen Speisen sollen wir uns fernhalten? Jesus sprach: Lügt nicht und, was ihr hasst, das tut nicht; denn alles ist offenbar im Angesicht des Himmels; denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar werden wird, und es gibt nichts Verborgenes, das bleibt, ohne offenbar zu werden.
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(7) Jesus sprach: Selig ist der Löwe, den der Mensch isst, und der Löwe wird Mensch werden; und verflucht sei der Mensch, den der Löwe frisst, und der Löwe wird Mensch werden.
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(8) Und er sprach: Der Mensch gleicht einem klugen Fischer, der sein Netz ins Meer warf und es voller kleiner Fische aus dem Meer zog. Mitten unter ihnen fand er einen großen, schönen Fisch. Der weise Fischer warf alle kleinen Fische zurück ins Meer und wählte ohne Schwirigkeiten den großen Fisch. Wer Ohren hat, der höre!
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(9) Jesus sprach: Siehe, der Sämann ging hinaus, nahm eine Handvoll Samen und streute sie aus. Ein Teil davon fiel auf den Weg und die Vögel kamen und pickten sie auf. Andere fielen auf Felsen, schlugen keine Wurzeln in der Erde und brachten keine Ähren hervor zum Himmel. Andere fielen zwischen die Dornen. Sie erstickten die Samen und der Wurm fraß sie. Und andere fielen auf guten Boden, und gaben eine gute Frucht: sechzigfach und hundertzwanzigfach.
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(10) Jesus sprach: Ich habe ein Feuer auf die Welt geworfen, und seht, ich hüte es, bis es auflodert.
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(11) Jesus sprach: Dieser Himmel wird vorübergehen; der über ihm wird vorübergehen; und die Toten leben nicht, und die Lebenden werden nicht sterben. In den Tagen, in denen ihr Totes gegessen habt, habt ihr es zu Lebendigem verwandelt.Was werdet ihr tun, wenn ihr im Lichte sein werdet? An den Tagen, da ihr eins wart, habt ihr zwei hervorgebracht. Nun da ihr zwei geworden seid, was werdet ihr tun?
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(12) Die Jünger sagten zu Jesus: Wir wissen, dass du uns verlassen wirst. Wer wird uns (dann) leiten? Jesus sprach zu ihnen: Wo auch immer ihr dann sein werdet, geht zu Jakobus, dem Gerechten, ihn geht (alles) an, was Himmel und Erde betrifft.
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(13) Jesus sprach zu seinen Jüngern: Vergleicht mich, sagt mir, wem ich gleiche. Simon Petrus sprach zu ihm: Du gleichst einem gerechten Engel. Matthäus sprach zu ihm: Du gleichst einem weisen Philosophen. Thomas sprach zu ihm: Meister, mein Mund kann überhaupt nicht sagen, wem du gleichst. Jesus sprach: Ich bin nicht dein Meister, denn du hast getrunken und dich an der sprudelnden Quelle berauscht, die ich hervorströmen ließ. Und er nahm ihn und zog sich zurück und sagte ihm drei Dinge. Als Thomas aber zu seinen Gefährten zurückgekehrt war, fragten sie ihn: Was hat dir Jesus gesagt? Thomas sagte ihnen: Wenn ich euch eines der Dinge sage, die er mir gesagt hat, werdet ihr Steine nehmen und sie auf mich werfen; ein Feuer wird aus den Steinen kommen und euch verbrennen.
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(14) Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr fastet, werdet ihr euch eine Sünde zuschreiben; und wenn ihr betet, werdet ihr verdammt werden; und wenn ihr Almosen gebt, werdet ihr eurem Gewissen schaden. Wenn ihr ein Land betretet und in den Gegenden umherwandert, wenn man euch empfängt, dann esst, was man euch vorgesetzt und heilt ihre Kranken. Denn was in euren Mund hineingeht, wird euch nicht beflecken; aber was euren Mund herauskommt, das ist es, was euch beflecken wird.
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(15) Jesus sprach: Wenn ihr den seht, den keine Frau geboren hat, dann werft euch auf eurer Gesicht und verehrt ihn. Dieser ist euer Vater.
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(16) Jesus sprach: Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu bringen. Und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, Uneinigkeiten auf die Erde zu bringen, Feuer, Schwert, Krieg. Denn es werden fünf in einem Haus sein: drei werden gegen zwei und zwei werden gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn, der Sohn gegen den Vater, und sie werden als Einzelne dastehen.
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(17) Jesus sprach: Ich werde euch geben, was kein Auge gesehen und was kein Ohr gehört und was keine Hand berührt hat und was noch nie aus dem menschlichen Geist hervorgegangen ist.
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(18) Die Jünger sagten zu Jesus: "Sage uns, wie wird unser Ende sein?" Jesus sprach: "habt ihr den Anfang entdeckt, dass ihr das Ende sucht? Denn, wo der Anfang ist, dort wird auch das Ende sein. Selig, wer seinen Platz am Anfang behält, er wird das Ende erkennen, und er wird den Tod nicht erfahren.
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(19) Jesus sprach: Selig der, der war, bevor er wurde. Wenn ihr meine Schüler werdet und wennihr auf meine Worte hört, werden euch diese Steine dienen. Denn ihr habt fünf Bäume imParadies, unberührt von Sommer und Winter und ihre Blätterfallen nicht ab. Wer sie kennen lernt, wird den Tod nicht schmecken.
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(20) Die Jünger sagten zu Jesus: Sage uns, was mit dem Himmelreich zu vergleichen ist. Er sprach zu ihnen: Es ist gleich einem Senfkorn, dem kleinsten unter allen Samen; aberwenn es auf beackerten Boden fällt, kommt aus ihm ein große Pflanze hervor und wird zur Zuflucht für die Vögel des Himmels.
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(21) Maria sprach zu Jesus: Wem gleichen deine Jünger? Er sprach: Sie gleichen kleinen Kindern, die sich auf einem Feld niedergelassen haben, das ihnen nicht gehört. Wenn die Herren des Feldes kommen, werden sie sagen: Gebt unser Feld frei. Sie (die Jünger) ziehen sich dann vor ihnen nackt aus, um das Feld freizugeben und ihnen das Feld zurückzugeben. Darum sage ich: Wenn der Herr des Hauses weiß, dass der Dieb kommen wird, wird er wachen, bevor er kommt, und ihn in das Haus seines Reiches nicht eindringen lassen, um seine Dinge mitzunehmen. Ihr aber, nehmt euch in acht vor der Welt! Rüstet euch mit großen Kraft, damit die Räuber keinen Weg finden, um zu euch zu gelangen. Denn (auch) das Nötigste, auf das ihr euch verlasst, werden sie finden. Lasst einen wachen Menschen in eurer Mitte sein! Als die Frucht reifte, kam er schnell mit seiner Sichel in der Hand und erntete sie! Wer Ohren hat, der höre.
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(22) Jesus sah wie kleine Kinder gestillt wurden. Er sprach zu seinen Jüngern: Diese kleine Kinder, die gestillt werden, gleichen denen, die ins Königreich eingehen. Sie sagten zu ihm: Werden wir als kleine Kinder in das Königreich eingehen? Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr aus zwei eins macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußerewie das Innere und das Göttliche wie das Irdische und wenn ihr das Männliche und das Weibliche zu einer Einheit macht, so dass das Männliche nicht männlich und das Weibliche nicht weiblich ist und wenn ihr ein Auge formt statt eines Auges und eine Hand statt einer Hand und einen Fuß statt eines Fußes, ein Abbild statt eines Abbildes, dann werdet ihr in das Königreich eintreten.
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(23) Jesus sprach: Ich werde euch aussuchen, einen aus tausend und zwei aus zehntausend, und geeint werden sie stehen.
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(24) Seine Jünger sprachen zu ihm: Weise uns den Ort, an dem du bist, denn wir müssen ihn suchen. Er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat, der höre! Es ist Licht in einem Menschen des Lichts, und er erleuchtet die ganze Welt. Wenn er nicht leuchtet, ist er Dunkelheit.
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(25) Jesus sprach: Liebe deinen Bruder wie deine Seele, hüte ihn wie deinen Augapfel.
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(26) Jesus sprach: Den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, den siehst du, aber den Balken, der in deinem Auge ist, den siehst du nicht. Wenn du den Balken aus deinem Auge entfernst, dann wirst du deutlich (genug) sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu entfernen.
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(27) Jesus sprach: Wenn ihr euch nicht der Welt enthaltet, werdet ihr das Reich nicht finden; wenn ihr den Sabbat nicht zum Sabbat macht, werdet ihr den Vater nicht sehen.
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(28) Jesus sprach: Ich bin mitten in die Welt gekommen, und ich bin ihnen im Fleisch erschienen. Ich fand sie alle betrunken; Ich fand keinen Durstigen unter ihnen, und meine Seele schmerzte wegen der Söhne der Menschen. Denn in ihrem Herzen sie sind blind und sehen nicht. Leer sind sie in die Welt gekommen und streben danach wieder leer die Welt zu verlassen. Jetzt sind sie betrunken, wenn sie aber ihren Wein los geworden sind, dann werden sie bereuen (Buße tun).
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(29) Jesus sprach: Wenn das Fleisch wegen des Geistes entstanden ist, ist das ein Wunder. Wenn der Geist aber wegen des Körpers (entstand), ist es ein Wunder der Wunder. Tatsächlich staune Ich, wie dieser große Reichtum sich in dieser Armut niedergelassen hat.
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(30) Jesus sprach: Wo drei Götter sind, da sind sie Götter; wo zwei Eins sind, bin Ich mit Ihm.
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(31) Jesus sprach: Kein Prophet wird in seinem Dorf akzeptiert. Kein Arzt heilt seine Bekannten.
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(32) Jesus sprach: Eine Stadt, die auf einem hohen Berge erbaut und befestigt wurde, kann nicht fallen, noch kann sie verborgen werden.
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(33) Jesus sprach: Was du mit deinem einen Ohr und mit dem anderen Ohr hören wirst, rufe es über eure Dächer hinaus. Denn niemand zündet eine Lampe an und stellt sie unter einen Krug, oder stellt sie in ein Versteck, sondern er stellt sie auf einen Leuchter, damit jeder, der eintritt und hinausgeht, ihr Licht sieht.
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(34) Jesus sprach: Wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in eine Grube hinab fallen.
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(35) Jesus sprach: Es ist unmöglich, dass jemand in das Haus eines Stärkeren eintritt undes mit Gewalt nimmt, es sei denn, er bände dessen Hände; dann wird er sein Haus plündern (können).
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(36) Jesus sprach: Sorgt euch nicht vom Morgen bis zum Abend und vom Abend bis zum Morgen, was ihr anziehen werdet.
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(37) Seine Jünger sagten: Wann wirst du dich uns offenbaren, und wann werden wir dich sehen? Jesus sprach: Wenn ihr eure Scham ablegt, eure Kleider nehmt und sie wie die kleinen Kinder unter eure Füße legt und darauf herum trampelt, dann werdet ihr den Sohn des Lebendigen sehen und euch nicht fürchten.
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(38) Jesus sprach: Oft habt ihr gewünscht, diese Worte zu hören, die ich euch sage, und ihr könnt sie von keinen anderen hören. Tage werden kommen, da ihr mich suchen und nicht finden werdet.
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(39) Jesus sprach: Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel zur Erkenntnis an sich genommen und sie versteckt. Sie sind auch nicht eingetreten, und die, die eintreten wollten, haben sie nicht eintreten lassen. Ihrn aber seid klug wie die Schlangenund rein wie Tauben.
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(40) Jesus sprach: Ein Weinstock wurde außerhalb des Vaters gepflanzt, und da er unsicher ist, wird er mit seiner Wurzel ausgerissen werden und eingehen.
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(41) Jesus sprach: Den, der (etwas) in seiner Hand hält, dem wird man geben, und dem, der nicht(s)hält, wird man auch das Wenige nehmen, das er hat.
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(42) Jesus sprach: Werdet Durchquerende!
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(43) Seine Jünger sagten zu ihm: Wer bist du, das du uns diese Dinge sagst? Jesus sprach zu ihnen: An dem, was ich euch sage, erkennt ihr nicht, wer ich bin, sondern ihr seid wie die Juden geworden: denn sie lieben den Baum und hassen seine Frucht, und sie lieben die Frucht und hassen den Baum.
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(44) Jesus sprach: Wer gegen den Vater lästert, dem wird man verzeihen, und wer gegen den Sohn lästert, dem wird man verzeihen. Wer aber gegen den Reinen Geist lästert, dem wird man weder auf Erden noch im Himmel verzeihen.
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(45) Jesus sprach: Weder erntet man Trauben von Dornen, noch pflückt man Feigen von Disteln, denn sie geben keine Frucht. Ein guter Mensch bringt Gutes aus seinem Vorrat hervor; ein schlechter Mensch bringt Schlechtes aus seinem Vorrat hervor, der in seinem Herz ist. Und er sagt Schlechtes, denn er bringt Schlechtes aus dem Überfluss des Herzens hervor.
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(46) Jesus sprach: Von Adam bis zu Johannes dem Täufer übetrifft keiner, unter den von Frauen Geborenen, Johannes den Täufer, so dass er seine Augen nicht (vor ihm) senken müsste. Doch habe ich gesagt: Jeder, der unter euch Kind werden wird, wird das Reich kennen lernen und wird Johannes übertreffen.
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(47) Jesus sprach: Es ist unmöglich, dass ein Mensch zwei Pferde besteigt, (oder) zwei Bogen spannt. Und es ist unmöglich, dass ein Diener zwei Herren dient; er wird den einen ehren und den anderen geringschätzig behandeln. Niemand trinkt alten Wein und wünscht sofort neuen Wein zu trinken. Und keiner gießt neuen Wein in alte Schläuche, aus Furcht, sie könnten platzen; und man gießt nicht alten Wein in einen neuen Schlauch, aus Furcht, ihn zu verderben. Man näht nicht einen alten Flicken auf ein neues Gewand, weil dies ein Riss ergäbe.
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(48) Jesus sprach: Wenn zwei Frieden schließen unter sich in diesem einen Haus, werden sie dem Berge sagen: Versetze dich, und er wird sich versetzen.
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(49) Jesus sprach: Gesegnet seit ihr Einsame und Erwählte, denn ihr werdet das Königreich finden, da ihr aus ihm gekommen seid, werdet ihr dahin zurückkehren.
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(50) Jesus sprach: Wenn sie zu euch sagen: "Woher kommt ihr?", dann sagt zu ihnen: "Wir sind aus dem Licht gekommen, dem Ort, wo das Licht aus sich selbst heraus geworden ist. Es entstand, und und wurde in unserem Bilde manifest." Wenn sie zu euch sagen: "Wer seid ihr?", dannsagt: "Wir sind seine Söhne, und wir sind die Auserwählten des lebendigen Vaters." Wennsie euch fragen: "Was ist das Zeichen eures Vaters an euch?", sagt zu ihnen: "Es ist, in einem, Bewegung und Ruhe."
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(51) Seine Schüler sagten zu ihm: "Wann werden die Verstorbenen zur Ruhe kommen, undwann wird die neue Welt kommen?" Er sprach zu ihnen: "Was ihr erwartet, ist gekommen, aber ihr erkennt es nicht".
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(52) Seine Schüler sagten zu ihm: Vierundzwanzig Propheten haben in Israel gesprochen, und sie haben alle durch dich gesprochen. Er sprach zu ihnen: Ihr habt Den ausgelassen, Der in eurer Gegenwart lebt, und (nur) über die Toten gesprochen.
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(53) Seine Schüler sagten zu ihm: Nützt die Beschneidung wirklich (etwas)? Er sprach zu ihnen: Wenn sie (etwas) nütze, würde ihr Vater sie schon beschnitten in ihrer Mutter zeugen. Aber die wahre Beschneidung im Geist hat vollen Nutzen gehabt.
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(54) Jesus sprach: Gesegnet (seit ihr), Arme, denn euer ist das Himmelreich.
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(55) Jesus sprach: Wer seinen Vater und seine Mutter nicht loslässt, kann nicht mein Schüler werden.Und wer nicht seine Brüder und seine Schwestern nicht loslässt und wer nicht sein Kreuz nicht auf meine Art trägt, wird meiner nicht würdig sein.
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(56) Jesus sprach: Jeder, der die Welt erkannt hat, hat eine Leiche gefunden. Und wer einen Leiche gefunden hat, steht über der Welt.
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(57) Jesus sprach: Das Königreich des Vaters ist gleich einem Menschen, der eine gute Saat hatte.Sein Feind kam in der Nacht und säte Unkraut unter die gute Saat. Der Mensch erlaubte ihnennicht, das Unkraut auszureißen. Er sprach zu ihnen: [Ich erlaube es nicht,] damit ihr nichtgeht, das Unkraut auszureißen, und den Weizen mit ihm ausreißt. Am Tag der Ernte wird dasUnkraut sichtbar werden; man wird es ausreißen und verbrennen.
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(58) Jesus sprach: Selig der Mensch, der gelitten hat; er hat das Leben gefunden.
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(59) Jesus sprach: Schaut auf den Lebendigen, solange ihr lebt, damit ihr nicht sterbt und dannversucht, ihn zu sehen. Ihr werdet ihn nicht sehen können.
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(60) Sie sahen einen Samariter, der, ein Lamm trug und nach Judäa ging. Er sprach zu seinenJüngern: Was will dieser mit dem Lamm? Sie sagten zu ihm: Es töten und essen. Er sprach zuihnen: Während es lebt, wird er es nicht essen, sondern nur, wenn er es tötet und wenn esein Leichnam wird. Sie sagten: Anders kann er es nicht tun. Er sprach zu ihnen: Auch ihr,sucht einen Ort zur Ruhe, damit ihr nicht ein Leichnam werdet und gegessen werdet.
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(61) Jesus sprach: Zwei werden ruhen auf einem Bett, einer wird sterben, der andere wird leben.Salome sprach: Wer bist du, Mensch, wessen Sohn? Du bist auf meinen Stuhl gestiegen und hastan meinem Tisch gegessen. Jesus sprach zu ihr: Ich bin der, der aus dem hervorkommt, dergleich ist[?]; es sind mir Dinge meines Vaters gegeben. Salome sprach: Ich bin deine Jüngerin.Jesus sprach zu ihr: Darum sage ich: Wenn er gleich ist, ist er voller Licht; aber wenn ergeteilt ist, wird er voller Dunkelheit sein.
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(62) Jesus sprach: Ich sage meine Geheimnisse denen, die meiner Geheimnisse würdig sind. Was deineRechte tut, soll deine Linke nicht wissen.
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(63) Jesus sprach: Es war einmal ein reicher Mann, der hatte viel Besitz. Er sprach: ich werdemein Vermögen benutzen, um zu säen, zu ernten, zu pflanzen, meine Speicher mit Früchten zufüllen, auf dass mir nichts fehle. So waren seine Gedanken in seinem Herzen; und in dieserNacht starb er. Wer Ohren hat, der höre.
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(64) Jesus sprach: Ein Mann hatte Gäste; und nachdem er das Mahl zubereitet hatte, schickte erseinen Diener, um die Gäste einzuladen. Er ging zum ersten und sprach zu ihm: Mein Herr lädtdich ein. Der sprach: Ich habe Geld bei Kaufleuten; sie werden heute Abend zu mir kommen, ichwerde gehen und ihnen Aufträge geben. Ich entschuldige mich für das Mahl. Er ging zu einemanderen und sprach zu ihm: Mein Herr hat dich eingeladen. Dieser sprach zu ihm: Ich habe einHaus gekauft; und man braucht mich für einen Tag. Ich werde keine Zeit haben. Er ging zu einemanderen und sprach zu ihm: Mein Herr lädt dich ein. Dieser sprach zu ihm: Mein Freund wird sichverheiraten, und ich mache das Mahl. Ich kann nicht kommen. Ich entschuldige mich für das Mahl.Er ging zu einem anderen, er sprach zu ihm: Mein Herr lädt dich ein. Er sprach zu ihm: Ich habeeinen Bauernhof gekauft; ich werde gehen, den Zins zu erhalten. Ich kann nicht kommen.Ich entschuldige mich. Der Diener kam zurück und sprach zu seinem Herrn: Die, die dueingeladen hast zum Mahl, lassen sich entschuldigen. Der Herr sprach zu seinem Diener: Gehhinaus auf die Wege, bring die mit, die du finden wirst, damit sie essen. Die Verkäufer undHändler werden den Ort meines Vaters nicht betreten.
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(65) Er sprach: Ein ehrbarer Mann hatte einen Weinberg. Er gab ihn Winzern, damit sie in ihmarbeiteten und er die Früchte von ihnen bekäme. Er schickte seinen Diener, damit die Winzer ihmdie Frucht des Weinbergs geben. Die Winzer ergriffen seinen Diener, schlugen ihn, und siehätten ihn beinahe erschlagen. Der Diener ging davon und sagte es seinem Herrn. Sein Herrsprach: Vielleicht hat er sie nicht erkannt. Er schickte einen anderen Diener und die Winzerschlugen auch diesen. Nun schickte der Herr seinen Sohn. Er sprach: Vielleicht werden sieRespekt haben vor meinem Sohn. Die Winzer, als sie erfuhren, dass er der Erbe des Weinbergsist, packten ihn und töteten ihn. Wer Ohren hat, der höre.
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(66) Jesus sprach: Zeigt mir den Stein, den die Bauleute verworfen haben: Er ist der Eckstein.
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(67) Jesus sprach: Wer das All erkennt, sich selbst aber verfehlt, der verfehlt das All.
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(68) Jesus sprach: Selig seid ihr, dass man euch hassen wird und dass man euch verfolgen wird,und sie selbst werden keinen Platz finden, wo man euch verfolgt hat.
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(69) Jesus sprach: Selig sind die, die man verfolgt hat in ihrem Herzen; es sind diese, die denVater in Wahrheit erkannt haben. Selig sind die Hungrigen, denn man wird den Bauch dessen,der es wünscht, füllen.
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(70) Jesus sprach: Wenn ihr dies in euch erworben habt, wird euch das, was ihr habt, retten.Wenn ihr dies nicht in euch habt, wird das, was ihr nicht in euch habt, euch sterben lassen.
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(71) Jesus sprach: Ich werde dieses Haus zerstören, und niemand wird in der Lage sein, es wiederaufzubauen.
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(72) [Ein Mann sprach] zu ihm: Sage meinen Brüdern, dass sie die Güter meines Vaters mit mir teilensollen. Er sprach zu ihm: O Mensch, wer hat mich zu einem Teiler gemacht? Er wandte sichseinen Jüngern zu. Er sprach ihnen: Bin ich denn ein Teiler?
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(73) Jesus sprach: Die Ernte ist zwar groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet aber den Herrn,dass er Arbeiter für die Ernte schickt.
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(74) Er sprach: Herr, es sind viele um den Brunnen, aber keiner ist in dem Brunnen.
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(75) Jesus sprach: Es gibt viele, die an der Tür stehen, aber es sind die Einsamen, die in dasBrautgemach eintreten werden.
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(76) Jesus sprach: Das Königreich des Vaters ist gleich einem Kaufmann, der Ware hatte und dereine Perle fand. Dieser Kaufmann war weise. Er verkaufte die Ware, er kaufte die Perleallein. Sucht auch ihr den Schatz, der nicht aufhört und dauert, dort, wo die Motte nichthinkommt, um zu fressen, und wo auch kein Wurm zerstört.
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(77) Jesus sprach: Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin das All; das All ist aus mirhervorgegangen, und das All ist zu mir gelangt. Spaltet das Holz, ich bin da. Hebt einenStein auf, und ihr werdet mich dort finden.
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(78) Jesus sprach: Warum seid ihr ausgezogen auf das Feld? Um ein Schilfrohr im Winde schwankenzu sehen? Und um einen Menschen zu sehen, der weiche Kleider an hat? Seht eure Könige undVornehmen, diese haben weiche Kleider an, und sie können die Wahrheit nicht erkennen.
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(79) Eine Frau aus der Menge sprach zu ihm: Glücklich der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die dich genährt haben. Er sprach zu ihr: Glücklich sind die, die das Wort des Vaters gehört haben und die es bewahrt haben in Wahrheit. Denn es werden Tage kommen, da ihr euch sagen werdet: Glücklich der Leib, der nicht empfangen hat, und die Brüste, die nicht Milch gegeben haben.
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(80) Jesus sprach: Wer die Welt erkannt hat, hat den Leib gefunden; aber wer den Leib gefundenhat, dessen ist die Welt nicht würdig.
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(81) Jesus sprach: Wer reich geworden ist, soll herrschen, und wer die Macht besitzt, soll sieaufgeben.
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(82) Jesus sprach: Wer mir nahe ist, der ist dem Feuer nahe, und wer fern von mir ist, ist fernvom Königreich.
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(83) Jesus sprach: Die Bilder sind dem Menschen offenbart, und das Licht, das in ihnen ist, istverborgen im Bild des Lichtes des Vaters. Er wird sich offenbaren, und sein Bild ist durchsein Licht verborgen.
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(84) Jesus sprach: Wenn ihr eure Ebenbilder seht, werdet ihr erfreut sein. Aber wenn ihr eureEbenbilder seht, die vor euch existierten, die nicht sterben noch sich offenbaren, wie vielwerdet ihr dann ertragen?
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(85) Jesus sprach: Adam ist aus einer großen Kraft hervorgekommen und aus einem großen Reichtum,und er war eurer nicht würdig; denn wenn er würdig gewesen wäre, hätte er den Tod nichtgeschmeckt.
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(86) Jesus sprach: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel haben ihr Nest, aber der Sohn desMenschen hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen und sich ausruhen kann.
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(87) Jesus sprach: Elend ist der Leib, der von einem Leib abhängig ist, und elend ist die Seele,die von diesen beiden abhängt.
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(88) Jesus sprach: Die Engel und die Propheten werden zu euch kommen, und sie werden euch geben,was euer ist. Und ihr selbst, was in euren Händen ist, gebt es ihnen und sagt euch selbst:An welchem Tag werden sie kommen, um zu empfangen, was das ihre ist?
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(89) Jesus sprach: Warum wascht ihr das Äußere der Trinkschale? Versteht ihr nicht, dass der, derdas Innere gemacht hat, auch der ist, der das Äußere gemacht hat?
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(90) Jesus sprach: Kommt zu mir, denn mein Joch ist leicht, und meine Herrschaft ist mild, und ihrwerdet Ruhe für euch finden.
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(91) Sie sagten zu ihm: Sage uns, wer du bist, damit wir an dich glauben. Er sprach zu ihnen:Ihr prüft das Aussehen des Himmels und der Erde, und den, der vor euch ist, habt ihr nichterkannt, und diese Gelegenheit wisst ihr nicht zu prüfen?
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(92) Jesus sprach: Sucht, und ihr werdet finden; aber was ihr mich in diesen Tagen gefragt habtund was ich euch nicht gesagt habe, jetzt gefällt es mir, es zu sagen, und ihr fragt nichtdanach.
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(93) Jesus sprach: Gebt nicht, was heilig ist, den Hunden, damit sie es nicht auf den Misthaufenwerfen. Werft keine Perlen vor die Schweine, damit sie sie nicht ... [unrein?] machen.
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(94) Jesus [sprach]: Wer sucht, der wird finden, und der, der an das Innere anklopft, dem wirdgeöffnet werden.
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(95) Jesus sprach: Wenn ihr Geld habt, verleiht es nicht mit Wucher, sondern gebt ... dem, vondem ihr es nicht wiederbekommen werdet.
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(96) Jesus sprach: Das Königreich des Vaters ist gleich einer Frau. Sie nahm ein wenig Sauerteig,verbarg ihn im Teig und machte davon große Brote. Wer Ohren hat, der höre.
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(97) Jesus sprach: Das Königreich des [Vaters] ist gleich einer Frau, die einen Krug voller Mehltrug. Sie ging auf einem weiten Weg. Der Henkel des Kruges brach, das Mehl verstreute sichhinter ihr auf den Weg. Sie wusste es nicht, sie hatte das Unheil nicht wahrgenommen. Als siein ihr Haus kam, stellte sie den Krug auf den Boden und fand ihn leer.
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(98) Jesus sprach: Das Königreich des Vaters ist gleich einem Mann, der wollte einen Edlen töten.Er zog in seinem Haus das Schwert und durchstach die Mauer, um herauszufinden, ob seine Handstark genug wäre. Dann tötete er den Edlen.
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(99) Die Jünger sagten zu ihm: Deine Brüder und deine Mutter sind draußen. Er sprach zu ihnen: Diesehier, die den Willen meines Vaters tun, die sind meine Brüder und meine Mutter; sie sind es,die in das Königreich meines Vaters eingehen werden.
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(100) Sie zeigten Jesus ein Goldstück und sagten zu ihm: Die Leute des Kaisers verlangen von unsSteuern. Er sprach zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und gebt Gott, was Gottesist. Und was mein ist, das gebt mir.
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(101) Jesus sprach: Wer nicht seinen Vater und seine Mutter hasst, wird nicht mein Jünger werdenkönnen. Und wer seinen Vater und seine Mutter nicht liebt wie ich, wird nicht mein Jüngerwerden. Denn meine Mutter ... [?], aber meine wahre Mutter, sie gab mir das Leben.
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(102) Jesus sprach: Wehe den Pharisäern, denn sie gleichen einem Hund, der in dem Trog der Rinderliegt; denn er frisst nicht, noch lässt er die Rinder fressen.
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(103) Jesus sprach: Selig der Mensch, der weiß, wann in der Nacht die Diebe kommen werden, damit eraufstehe, seine [Sachen?] sammle und sich die Lenden gürte, bevor sie eintreten.
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(104) Sie sagten zu ihm: Komm, lass uns heute beten und fasten. Jesus sprach: Welches ist denn dieSünde, die ich begangen habe, oder worin bin ich besiegt worden? Aber wenn der Bräutigam ausder Brautkammer hinausgegangen sein wird, dann lasst sie fasten und beten.
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(105) Jesus sprach: Wer den Vater und die Mutter kennt, wird Sohn einer Hure genannt werden.
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(106) Jesus sprach: Wenn ihr aus zwei eins macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden; und wenn ihrsagt: Berg, gehe weg, wird er sich wegbewegen.
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(107) Jesus sprach: Das Königreich ist gleich einem Hirten, der hundert Schafe hatte. Eines, das dasgrößte war, verirrte sich; er verließ die neunundneunzig und suchte das eine, bis er es gefundenhatte. Danach, als er so viel Mühe gehabt hatte, sprach er zu dem Schaf: ich liebe dich mehr alsdie neunundneunzig.
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(108) Jesus sprach: Wer von meinem Mund trinkt, wird werden wie ich, und ich werde wie er, und dieverborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren.
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(109) Jesus sprach: Das Königreich ist gleich einem Mann, der in seinem Acker einen versteckten Schatzhatte, von dem er nichts wusste. Und als er gestorben war, vererbte er ihn seinem Sohn. Der Sohnwusste davon nichts; er nahm dieses Feld und verkaufte es. Und der, der es gekauft hatte kam.Er pflügte und fand den Schatz. Er begann, Geld gegen Zinsen denen zu verleihen, die er wollte.
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(110) Jesus sprach: Wer die Welt gefunden hat und reich geworden ist, der soll auf die Welt verzichten.
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(111) Jesus sprach: Die Himmel und die Erde werden sich aufrollen in eurer Gegenwart, und der Lebendige,hervorgegangen aus dem Lebendigen, wird nicht Tod noch Furcht sehen. Denn Jesus sagt: Wer sichselbst findet, dessen ist die Welt nicht würdig.
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(112) Jesus sprach: Wehe dem Fleisch, das von der Seele abhängig ist; wehe der Seele, die vom Fleischabhängig ist.
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(113) Seine Jünger sagten zu ihm: Das Königreich, an welchem Tage wird es kommen? Jesus sprach: Es wirdnicht kommen, indem man darauf wartet. Man wird nicht sagen: Seht, hier ist es, oder: Seht, dortist es. Sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehenes nicht.
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(114) Simon Petrus sprach zu ihnen: Maria soll aus unserer Mitte fortgehen, denn die Frauen sind desLebens nicht würdig. Jesus sprach: Seht, ich werde sie ziehen, um sie männlich zu machen, damitauch sie ein lebendiger Geist wird, vergleichbar mit euch Männern. Denn jede Frau, die sichmännlich macht, wird in das Himmelreich gelangen.
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